Schautafel im Kunstgarten Dangast
Am Anfang steht der Ort. Er ist nicht bloß Ausstellungsplatz, sondern Ausgangspunkt und Impuls der künstlerischen Arbeit. Aus seiner Wahrnehmung entsteht die Idee – als intuitiver Moment, der sich im Konzept zu einer reflektierten und räumlich gedachten Form verdichtet. Idee und Konzept bilden dabei keine Gegensätze, sondern aufeinander bezogene Phasen eines künstlerischen Prozesses.
Die im Kunstgarten gezeigte Arbeit macht diesen Prozess sichtbar. Sie versteht sich nicht als Ersatz des ursprünglichen Vorhabens, sondern als dessen konzeptuelle Manifestation. Das ursprünglich geplante Werk, das den Ort des Sonnenuntergangs an den Tagen der Tagundnachtgleichen markieren sollte, ließ sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht in seiner vorgesehenen Form realisieren. Sichtbar wird daher nicht das vollendete Objekt, sondern der Entwurf als eigenständige künstlerische Aussage – als Dokument einer ortsbezogenen Idee, deren Bedeutung über ihre physische Umsetzung hinausweist.






